{"id":616,"date":"2020-10-08T09:57:26","date_gmt":"2020-10-08T09:57:26","guid":{"rendered":"http:\/\/bruegge.net\/?p=616"},"modified":"2022-07-14T16:42:40","modified_gmt":"2022-07-14T16:42:40","slug":"climate-feedback-wissenschaft-kommentiert-journalismus-und-entwickelt-mehrsystemkompetenz-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bruegge.net\/?p=616","title":{"rendered":"Climate Feedback: Wissenschaft kommentiert Journalismus und entwickelt Mehrsystemkompetenz (2020)"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Abstract<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-light-gray-background-color has-background\">Wissenschaft und Journalismus beruhen auf unterschiedlichen Logiken. Aus Sicht der Systemtheorie \u00fcberrascht es also nicht, wenn WissenschaftlerInnen Wissenschaftsjournalismus kritisieren. Gleichzeitig wird aber auch eine Medialisierung von Wissenschaft postuliert. Demnach w\u00fcrde sich Wissenschaft zunehmend an Medienlogiken orientieren. Diese Studie pr\u00fcft explorativ, welche Kriterien WissenschaftlerInnen bei der Beurteilung journalistischer Artikel heranziehen und welche Aspekte sie loben und kritisieren. Dazu werten wir die Kommentare auf dem Blog \u201eClimate Feedback\u201c qualitativ inhaltsanalytisch aus. Induktiv werden zun\u00e4chst die angelegten Evaluationskriterien der WissenschaftlerInnen kategorisiert und dann den \u00dcberkategorien \u201ejournalistische Vermittlungsleistung\u201c oder \u201ewissenschaftliche Informationsleistung\u201c zugeordnet. Unsere Ergebnisse, basierend auf 82 Blogeintr\u00e4gen und den Kommentaren von 184 WissenschaftlerInnen im Zeitraum von 2015 bis 2017, zeigen, dass sich die WissenschaftlerInnen intensiv und sogar h\u00e4ufiger mit Aspekten der journalistischen als der wissenschaftlichen Leistung besch\u00e4ftigen. Sie sehen die journalistischen Kriterien eher als erf\u00fcllt an, w\u00e4hrend sie das Fehlen wissenschaftlicher Standards kritisieren. Die beteiligten WissenschaftlerInnen kombinieren die Kommunikationsnormen beider Systeme. F\u00fcr den Ansatz der Medialisierung von Wissenschaft ergibt sich der Befund, dass die Diffusion von Medienlogiken keineswegs zur Aufgabe von Logiken der Wissenschaft f\u00fchren muss, sondern dass kompetente Akteure an der Schnittstelle zwischen Journalismus und Wissenschaft Mehrsystemkompetenz erwerben und anwenden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/bruegge.net\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/publizisktik-2020.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-617\" width=\"169\" height=\"254\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Walter, S., G\u00f6rlach, J. &amp; Br\u00fcggemann, M. Climate Feedback: Wissenschaft kommentiert Journalismus und entwickelt Mehrsystemkompetenz.&nbsp;<em>Publizistik<\/em>&nbsp;(2020). 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